10. November bis 8. Dezember 2013

Kunstverein Duisburg
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Petra Johanna Barfs

Das grüne Wesen

Collagen von Petra Johanna Barfs

Ausstellungsdauer: 28.09.2014 – 26.10.2014

Eröffnung am 28. September 2014 um 11.30 Uhr

Wo: Kunstverein Aurich, Am Ellernfeld 8, 26603 Aurich,
Petra Johanna Barfs wurde in 1974 Emden geboren. Sie studierte an der Minerva in Groningen interdisziplinäre Kunst und anschließend an der HfG Offenbach “elektronische Medien” sowie an der Städelschule “Experimentalfilm. Sie lebt und arbeitet heute in Frankfurt/Main.

Über ihre Arbeit sagt sie selbst:

Ich beschäftige mich seit Jahren mit den Themen Landschaften, Identität, Erinnerung. Mein Medium ist die Collage. Meine frühen Arbeiten waren auf Leinwand unter Verwendung von Malerei und themenbezogen (Werkzyklus: BDM – Bund deutscher Mädchen).

Seit geraumer Zeit arbeite ich ausschließlich mit/auf Papier und wende mich einer immer mehr formalen Bildsprache zu. Ich arbeite mit Fotokopien meiner eigenen Fotografien oder von anderen, die ich teilweise coloriere. Ich verbinde diese Papierarbeiten wiederum häufig mit Originalmaterialien aus alten Zeitschriften, Büchern, Fotografien ect. Es handelt sich dabei größtenteils um Abbildungen aus der Deutschen Geschichte bis zurück in das 19. Jahrhundert, alte (wertvolle) Bücher, die ich in Antiquariaten erstehe. In meinem Atelier habe ich einen Fundus, in den Jahren gesammelt, der stetig wächst.

 

Ein weiterer, wichtiger Punkt meiner Arbeit ist das unmittelbare Erleben der Natur. Ich fahre Rennrad, laufe und besteige Berge. Dieser Aspekt zählt zu meiner künstlerischen Arbeit, da ich so erst das Erfahrene, den Respekt und die Verbundenheit mit der Natur zum Ausdruck bringen kann. Die Energie, die ich benötige um meine sportlichen Projekte zu bewältigen – kanalisiert sich wiederum in meiner Arbeit und verleiht den Bildern eine Lebendigkeit, die ein bloßes Herausreißen einer Fotografie aus einer Zeitschrift oder einem Buch nicht zum Ausdruck bringen kann.

Akribisch selektiert, zerlegt und zerschnitten konstruiere ich aus den Vorlagen eine Welt, die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft miteinander verbindet. So entstehen Landschaften, die sich auflösen und verbinden und die mit der Begrenzung eines Tafelbildes nichts gemein haben, sondern die grenzenlos scheinen und mit Fläche und Raum spielen. Sehen und weglassen werden gleichermaßen bewertet, so ist der Himmel nur noch zu erahnen, dafür werden die Landschaften und die Figuren in den Collagen in den Vordergrund gerückt. So wird ein Konstrukt geschaffen, was Raum für Interpretationsmöglichkeiten schafft und sich gleichzeitig mit der Vergangenheit kritisch auseinandersetzt.

Viele Motive setze ich immer wieder ein. Die Wiederholung spielt eine große Rolle in meinen Arbeiten. Ich habe neben dem Studium der bildenden Kunst auch Film studiert, und mich lange mit dem Medium auseinandergesetzt. Meine Arbeiten erzählen assoziative Geschichten, die zu einem Still angehalten werden und sich wie in einem Filmstrang verdichten.

 

Kunstpavillon am Ellernfeld

Geschichte des Pavillon

Erfahren Sie mehr über die Historie des Teehäuschen.

1803 / 1807

Erbaut wurde das “Teehäuschen” im Jahr 1803 (nach anderer Quelle 1807) durch den Auricher Architekten Conrad Bernhard Meyer (1755-1830) als Gartenhaus für den Bauherrn Christian Bernhard Conring.

Das klassizistische Gebäude, errichtet in Form eines kleinen Antentempels auf dem Grundriss eines Griechischen Kreuzes, hat wie die meisten historischen Bauwerke im Laufe der Zeit etliche Veränderungen in der Bausubstanz und Nutzung erfahren.

1937

Der noch bestehende, von vier stilisierten korinthischen Säulen getragene Portikus an der Nordseite hatte auf der Südseite eine nicht mehr vorhandene Entsprechung. Um 1937 erhielt das Haus einen Anbau am südwestlichen Teil, in welchem heute eine kleine Küche, die Heizung und eine Toilette untergebracht sind. Der ehemalige Gartenpavillon lange Jahre als Kindergarten (ab 1937 bis nach 1945) und als Obdachlosenquartier und drohte langsam zu verfallen.

1969

Am 10.9.1969 erwarb die Stadt Aurich das Gebäude für einen Kaufpreis von 18.199,– DM incl. Grundstück vom Land Niedersachsen.

1973

Der Bildhauer Friedrich Büschelberger bekundet sein Interesse, das Gebäude als Wohnung und Atelier von der Stadt zu mieten.

1990

Bis zu seinem Tode im Jahre 1990 bleibt Friedrich Büschelberger Hauptmieter des „Teehäuschens“, obwohl er 1986 endgültig aus Aurich weggezogen ist.

1992

Nach gründlicher Sanierung des Mauerwerkes und umfangreicher Umgestaltung der Innenräume, Einbau einer Sicherungsanlage usw. seitens der Stadt, hat ab 1992 der im Jahre 1988 gegründete Kunstverein Aurich e.V. sein Domizil in den Räumen des nunmehr als „Kunstpavillon“ bezeichneten Gebäudes.

Heute

Auf 84,47 m2 errechneter Grundfläche (lt. Mietvertrag) und einem dazugehörigen Skulpturengarten hat der Verein inzwischen über 50 Ausstellungen organisiert und durchgeführt.

Entwicklung

Als am 15. August 1988 etwa30 Bürgerinnen und Bürger im Ratssaal des Auricher Ratshauses den Kunstverein Aurich e.V. aus der Taufe hoben und Hans-Jürgen Busse zum ersten Vorsitzenden wählten, waren die Vorstellungen von dem, was dieser neue Verein bezwecken sollte, bei allen Beteiligten sehr unterschiedlich ausgeprägt.

Unter der Prämisse, die Kunst in Aurich fördern zu wollen erhofften sich die einen, ihre eigenen Arbeiten mit Hilfe des Vereins in der Öffentlichkeit präsentieren zu können.

Andere Ideen strebten in die Richtung, professionellen Künstlern – insbesondere aus der Region – ein beständiges Forum zu geben. Noch andere Erwartungen bestanden darin, vor allem zeitgenössische Kunst und Kunstformen den Auricher Bürgern anbieten zu können.

Diese heterogene Ausgangssituation bewirkte abwartende Skepsis, vor allem bei der örtlichen Presse und den etablierten kulturtragenden Institutionen und Vereinen in Aurich. Geduldige Überzeugungsarbeit in den eigenen Reihen und in der Öffentlichkeit war erforderlich, manche Vorstellung musste revidiert werden, um Schritt für Schritt in der Sache voranzukommen. Der Wunsch, bald eine Ausstellung profilierter Künstler mit ihren Werken zeigen zu können, scheiterte an fehlenden geeigneten Räumlichkeiten. Künstler reagieren diesbezüglich besonders heikel.

Die erste Ausstellung im Kunstpavillon fand im Mai 1992 statt. Sie zeigte Bilder und Kunstkeramiken von fünf Künstlerinnen und Künstlern aus Halle a.d. Saale.

Sie fand breite Zustimmung auch bei denen, die dem Kunstverein bisher reserviert gegenübergestanden haben. Und seither sind sieben Jahresprogramme entstanden, die das kulturelle Image der Stadt Aurich und ihrer Umgebung merkbar mitgeprägt haben.

Junge Talente, Künstler aus der Region sowie national und international anerkannte Künstler waren mit ihren Werken in den Räumen des Kunstpavillons und dem angrenzenden Skulpturengarten zu Gast.

Sie zeigtenGemälde, Zeichnungen, Druckgrafiken, Fotos,Skulpturen, Plastiken, textile Kunst, Computerkunst, Installationen, eine Performance usw.

Die Kontakte zu den nahen Niederlanden, insbesondere zur Partnerstadt Appingedam fanden in mehreren Ausstellungen ihren Niederschlag.

Der Verein kooperierte wiederholt mit anderen, außerörtlichen Kunstinstitutionen, z.B. mit der Kunsthalle Wilhelmshaven.

Die ersten Schritte

In den Schauräumen eines Auricher Autohauses und schließlich im Ratssaal des Auricher Rathauses kamen die ersten – heftig umstrittenen – Ausstellungen zustande, mit Werken unterschiedlichster Qualität, nach dem Prinzip der demokratischen Gleichheit aller, die mitmachen wollten, zusammengestellt.

Nach diesem Modus finden auch jetzt noch alljährlich einmal zur Winterzeit, Mitgliederausstellungen statt, die dem Vereinsleben dienen sollen.

Das neue Domizil

Inzwischen verfügt der Verein seit dem Frühjahr 1992 mit dem Kunstpavillon am Ellernfeld, dem ehemals sogenannten “Teehäuschen” über ein Domizil, das als architektonisches Kleinod der Stadt Aurich bei allen Künstlern begeisterte Zustimmung fand, die seither in über fünfzig Ausstellungen in seinen Räumen präsentiert wurden.

Umfangreiche Sanierungs- und Renovierungsarbeiten waren zuvor notwendig, um das Gebäude in einen ansprechenden und für Kunstausstellungen geeigneten Zustand zu versetzen. Dieser Aufgabe nahm sich die Stadt Aurich, vertreten durch das Bauamt, in engagierter Weise an.

Die programmatisch-inhaltliche und die organisatorische Arbeit im Kunstverein Aurich erfolgt ausschließlich durch ehrenamtliches Engagement. Um das leisten zu können, bedarf es einer großen persönlichen Begeisterung für die Sache der Kunst. Bei aller individuell unterschiedlich gelagerten Vorstellung von Kunst muss für die gemeinsame Arbeit immer wieder der Konsens gefunden werden.

Die überwiegende Freude in den Begegnungen mit den Künstlern, der Dialog mit ihnen, die Erfahrung ihres künstlerischen Erlebenskosmos in den Werken und der Gedankenaustausch mit anderen Kunstinteressierten bedeuten Lohn und Entschädigung für die notwendigen Anstrengungen.

Das bisher Erreichte hat dazu geführt, dass die anfänglich abwartende Skepsis inzwischen gewichen ist und an ihre Stelle eine weitgehend konstruktive kritische Aufmerksamkeit, verbunden mit Anerkennung für das beachtliche Niveau getreten sind.

Die kontinuierlich steigende Mitgliederzahl, die heute bei 150 Mitglieder liegt, spiegelt gleichfalls die Anerkennung des Geleisteten wider.

Kontakt

Kunstverein Aurich e.V.Am Ellernfeld 8
26603 Aurich (Ostfriesland)
Tel.: 04941 4293

Öffnungszeiten während der Ausstellungen: Mittwoch-Sonntag 15-18 Uhr

Impressum

1.Vorsitzender Marco Albrecht 04943 3801
2.Vorsitzender Regina Bauer 04941 998184
3.Vorsitzende Sabine Klotter 04941 66022

 

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